Kitzbühel – ein Highlight des Skiwinters
Kitzbühel ist für die Herren jedes Jahr ein Highlight. Besonders heuer in einem Jahr ohne Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bezeichnen viele Rennläufer die Rennnen in Kitzbühel als den Saisonhöhepunkt.
In der heutigen Abfahrt hat es viele spektakuläre Stürze gegeben. Scott Macartney wurde mit einem Schädelhirntrauma ins Krankenhaus eingeliefert und in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Es gab aber noch weitere Stürze, die zum Glück alle ohne Verletzungen abliefen.
Zu verdanken hat man dies vor allem den immer weiter verbesserten Sicherheitsabsperrungen. Die Rennläufer werden innerhalb von wenigen Sekunden von Geschwindigkeiten über 100 km/h auf Null gebremmst. Manchmal werden bis zu 5 Netze hintereinander installiert um dies so gut wie möglich zu gewährleisten. Bode Miller ist überhaupt ca. 20 Meter mit beiden Skiern über ein Werbeplakat gefahren und konnte noch den zweiten Platz belegen. Es ist noch nicht so lange her, dass es am Lauberhorn in Wengen einen tödlichen Sturz gab, weil der Rennläufe in den Fangzäunen hängen geblieben ist.
Heute wird wieder viel diskutiert, auffallend ist in diesem Jahr, dass sich die Streif so schwer wie selten davor präsentierte und auch die Abfahrt in Bormio war überseht von kleineren und größeren Wellen. Offen bleibt die Frage, ob dies mit immer geringen Schneemengen und den damit erschwerten Bedinungen zur Pistenpräparation zusammen hängt, oder ob es unter den Veranstaltern einen inoffiziellen Wettbewerb um die schwerste Rennstrecke gibt.
Klar ist aber auch eines: mal ehrlich – was macht vor allem Abfahrten so interessant? Weil sie spektalkulär ist – und weil es mal einen schmeißen kann. Natürlich hofft man immer, dass die Rennläufer unverletzt bleiben, aber Stürze machen diesen Sport spektakulär und populär. Dies wissen auch die Athleten, auch wenn man nie an die negativen Folgen denken will.


