Interview mit ÖSV Trainer Peter Eichberger
MRS: Peter, du bist Trainer in der ÖSV-Europacup Abfahrtsgruppe, wie ist die Vorbereitung in diesem Jahr verlaufen?
Peter Eichberger: Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem es im Oktober gute Bedingungen gegeben hatte, gab es heuer sehr wechselhaftes Wetter und somit teilweise weiche Pisten. Das ist allerdings für alle gleich und im Rahmen der Möglichkeiten hatten wir eine gute Vorbereitung.
MRS:Welche bzw. wieviele Kurse habt Ihr durchgeführt?
Peter: Wir hatten sechs Konditionskurs, wobei einer davon ein Regenerationskurs Mitte Oktober in Italien war. Dieser war auch als Tapetenwechsel vor der kommenden Skisaison gedacht. Dazu haben wir insgesamt acht Schneekurse durchgeführt, sodass wir insgesamt auf durchschnittlich 30 Schneetrainingstage und 18 Konditionstage in Kursform bis Ende Oktober hinter uns gebracht haben. Zwischen den Kursen wird mit Heimprogrammen ständig an der konditionellen Verbesserung gearbeitet.
MRS: Hat es im Europacup-Team Änderungen im Trainerstab gegeben?
Peter: Im EC löst Landl Patrizia ihre Vorgängerin Gerhold Claudia als Masseurin ab. Hofer Rainer hat uns verlassen und ist jetzt bei der Firma Völkl Servicemann von Meißnitzer Alexandra und Wilhlem Katrin. Seine Position als Poolservicemann übernahm Schmiedl Christian, der mit viel Erfahrung von der Fa. Swix zu uns gekommen ist. Fankhauser Günter wechselte innerhalb der Europacupgruppe von den Technikern zu den Abfahrern als Co- Trainer und Poolservicemann.
MRS: Wie schätzt Du die Leistungsstärke deiner Mädchen ein?
Peter: Betrachtet man die Ergebnisse der sportmotorischen, sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Tests (Uni Innsbruck, Klinik Innsbruck und Uni Salzburg) kann das Betreuungsteam davon ausgehen, dass der Großteil der Athletinnen mit einem gutem konditionellen Niveau in die neue Saison geht. Auf skitechnischem Niveau zeigen die verbandsinternen Vergleichszeitläufe, dass das EC-Team, entsprechend der festgelegten Zielsetzungen (Team- und Einzelsportlerin) gute Vorbereitungsarbeit (österreichische Gletscherskigebiete und Sommertrainingsblock in Zermatt) auf den Gletschern geleistet hat. Die guten Leistungen der Testläufe auf Kompaktschneepisten und im Wettkampf zu bestätigen, sind unsere nächsten Ziele.
MRS: Wer sind für dich die Favoriten in der nächsten EC-Saison?
Peter: Man kann sich jetzt nicht auf einige Athletinnen festlegen. Es gibt ein gutes Gruppenniveau und es bleibt abzuwarten, wer am besten mit den Wettkampfbedingungen, Wetterbedingungen, Terminverschiebungen, Reisestress und möglichen Weltcupeinsätzen zurechtkommt. Im Vergleich zum Vorjahr muss man aber davon ausgehen, dass wir aufgrund vieler Verletzungen mit weniger potenziellen Fixstarter- Kandidatinnen an den Start gehen werden. Die Mädchen im Wiederaufbau nach der Verletzung nähern sich zwar wieder bereits ihrem ehemaligen Leistungspotenzial, doch wird man nichts übereilen und der Ausheilung und der Wiederherstellung des persönlichen optimalen Leistungsniveaus ausreichend Zeit geben.
MRS: Danke für das Interview und viel Erfolg.
Peter: Danke.


